Förderung von Nachwuchswissenschaftlern

Das Verbundprojekt ONKOTHER-H wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert.

 

ONKOTHER-H ist damit einer von fünf Verbünden, die im Jahr 2018 die Förderzusage im Rahmen des Exzellenzforschungsprogramms „Gesundheitsforschung“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhalten haben. Mit dem Ziel Nachwuchswissenschaftler/innen zu unterstützen, die sich in exzellenten Forschungsverbünden weiter qualifizieren wollen und ihnen eine exzellente Ausbildung anzubieten, wird nach Maßgaben der DFG auch eine verbundübergreifende „GraduiertenVerbundAkademie“ entwickelt, in der – geregelt über Betreuungsvereinbarungen – auch die Freistellung und Finanzierung für persönliche Qualifikationen und Weiterbildung aus Projektmitteln, sowie verbindliche  Schulungen in „Guter Wissenschaftlicher Praxis“ und gemeinsame Veranstaltungen zur interdisziplinäre Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler/innen angeboten werden.

Im Projektzeitraum sind folgende junge Forschende angetreten, um in einem der Teilprojekte ihre Promotion abzuschließen oder im Rahmen des Projektes eine Masterarbeit anzufertigen:

Anna-Christin Waldner, M.Sc.

Der Einfluss von kaltem Atmosphärendruckplasma und den synthetisierten small molecules wird von mir auf zellbiologischer Ebene untersucht. Dabei stehen mir verschiedene Methoden, wie z.B. die Konfokale Mikroskopie, die Durchflusszytometrie und die auf Impedanz basierende Adhäsionsmessung am xCELLigence zur Verfügung. Somit können vitale Zellen unmittelbar dargestellt und der Effekt einer vorangegangenen Behandlung analysiert werden.

Franziska Wendt, M.Sc.

Im Rahmen des Teilprojektes 2a untersuche ich die alleinige und kombinierte Wirkung neuer pharmakologisch relevanter Moleküle und kaltem Atmosphärendruckplasmas auf potentielle anti-tumorigene Eigenschaften. Hierbei werden durch verschiedene In-vitro-Analysen die Wirkungen der Testsubstanzen und kaltem Atmosphärendruckplasma  auf Tumorzellviabilität, -Profileration, -Autophagie/Apoptose, sowie –Migration und –Invasivität adressiert.

Marcel Kordt M. Sc.

Als Doktorand am Institut für Experimentelle Chirurgie (TP 3) evaluiere ich die Auswirkung der Behandlung mit small molecules und kaltem Atmosphärendruckplasma im Tiermodell mittels modernster Bildgebungstechniken wie der MRT und PET-CT. Die Evaluierung der Angiogenese der verschiedenen Tumorzellentitäten erfolgt mittels intravitaler Multifluoreszenzmikroskopie im Modell der Rückenhautkammer.

Sanjeev Kumar Sagwal, M.Sc.

In meinem Teilprojekt liegt das Hauptaugenmerk nicht nur auf der Optimierung der Plasma-Anwendung, sondern auch in der Analyse der Kombination aus Plasma- und small molecules-Behandlung, welche am meisten immunogen wirkt. Dabei untersuchte ich unter anderem die relevanten Signalwege und die direkte Wirkung dieser behandelten Tumorzellen mit Zellen des Immunsystems. Methodisch bearbeite ich dabei ein breites Spektrum von Western Blot und qPCR, über Durchflusszytometrie und high content imaging. Das Ziel ist es, die Wirkung und Wirksamkeit unseres innovativen Ansatzes im Tiermodell zu bestätigen

Julia Berner, M.Sc.

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Plattenepithelkarzinomen, welche durch die Kombinationsbehandlung mit small molecules und physikalischem Plasma in den Zelluntergang getrieben werden. Dabei liegt ein Schwerpunkt meiner Arbeit in der Untersuchung von redox-relevanten Vorgängen in diesen Zellen, und ob diese eine Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber der Kombinationstherapie begünstigen oder abschwächen. Zudem analysiere ich Primärgewebe aus Patienten auf verschiedene Parameter, wie bspw. die Stroma-Bildung, Apoptosen und oxidative Veränderungen.“

Mirijam Schäfer, M.Sc.

Als Doktorandin im Teilprojekt 1 des ONKOTHER-H-Verbunds befasse ich mich mit der Behandlung des Plattenepithelkarzinoms mittels neu synthetisierter Small Molecules und/oder kaltem Atmosphärendruckplasma. Hierbei liegt mein Augenmerk auf der Bestimmung der Toxizität und Mutagenität der Behandlung, sowie auf der Fähigkeit der Zellen verschiedene DNA-Schäden zu reparieren. Solche können beispielsweise DNA-Doppelstrangbrüche oder –Dimerbildungen sein, welche durch unterschiedliche Assays und Immunfluoreszenznachweise quantifiziert werden.

Marie Luise Semmler, M.Sc.

Im Rahmen meiner Arbeit als Doktorand im ONKOTHER-H Verbund untersuche ich einerseits die Toxizität und Mutagenität von neu synthetisierten small molecules und kaltem Atmosphärendruckplasma auf die DNA von Melanomzellen, zum anderen die Fähigkeit der Zellen, entstandene Schäden zu reparieren. Bei den Schäden kann es sich beispielsweise um DNA-Doppelstrangbrüche, Basenfehlpaarungen oder DNA-Crosslinks handeln. Dafür verwende ich verschiedene in vitro und in vivo Methoden, wie zum Beispiel Reportergen-Assays, Plasmid-Shuttle-Vektor-Assays oder verschiedene Fluoreszenz-Assays.​

Anna Frey, M.Sc.

Meine Aufgabe besteht darin, ausgehend von glykosylierten Isatin- und Oxindolderivaten sowie weiteren stickstoffhaltigen Heterozyklen, eine Reihe neuer small molecules mit Wirkpotential gegenüber Melanom- und Plattenepithelkarzinomzellen zu synthetisieren, zu charakterisieren und den weiteren Teilbereichen für pharmakologische Aktivitätstests zur Verfügung zu stellen. 

Elisa Kwiatek

Ich bin in Greifswald aufgewachsen und gestaltete meinen gesamten beruflichen Werdegang in Mecklenburg-Vorpommern. Nach meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, meinem Bachelorstudium und Masterstudium der Pflegewissenschaft und des Pflegemanagements in Neubrandenburg werde ich jetzt als Doktorandin im Forschungsprojekt „ONKOTHER-H“ in Greifswald mitwirken.
Meine Forschungsschwerpunkte umfassen die ethischen Aspekte der Entwicklung innovativer Tumorbehandlungsverfahren. Ich werde sowohl die Tierethik, als auch die Humanethik betrachten. In meiner Tätigkeit möchte ich die ethische Vertretbarkeit von klinischen Studien an palliativ versorgten Menschen untersuchen. Hierbei werden die Patient*innenautonomie und die Adhärenz in den Fokus meiner Betrachtung gerückt. Zusätzlich möchte ich mit meiner Arbeit die Tierversuche ethisch einordnen und dem Projekt eine Möglichkeit bieten die Tierversuche zu reflektieren.